Erneuerbare Rohstoffe

Erneuerbare Rohstoffe

Die Ausgangsstoffe in der Kraftstoffproduktion, die es Kunden ermöglichen, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig hohe Leistung sowie Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Durch die Integration nachhaltiger Rohstoffe in unsere bestehenden Raffinerieprozesse senken wir die Kohlenstoffintensität unserer Kraftstoffe deutlich – bei gleichbleibender und oft sogar verbesserter Performance. 

Für Sie als unseren Kunden bedeutet das: Sie können Ihren eigenen Emissions‑Fußabdruck reduzieren, ohne Kompromisse einzugehen. Sie profitieren von Kraftstoffen, die Ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit, Effizienz und Betriebssicherheit bieten, auf die Sie täglich angewiesen sind. 

Verschiedene Arten erneuerbarer Rohstoffe

OMV hat bisher hauptsächlich Rohstoffe der ersten und zweiten Generation verarbeitet, untersucht jedoch auch fortschrittliche Quellen wie Cashewschalennussöl und Algen, die innovative Biokraftstoffoptionen mit potenziellen Umweltvorteilen darstellen.

Erneuerbare Rohstoffe gelten als nachhaltig, da sie aus natürlichen Ressourcen stammen, die sich innerhalb kurzer Zeit wieder erneuern können.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen „nahrungsmittelbasierten“, „abfallbasierten“ und „fortschrittlichen“ erneuerbaren Rohstoffen oder ordnet sie drei Generationen zu:

Rohstoffe der ersten Generation
Rohstoffe der zweiten Generation
Rohstoffe der dritten Generation

Mit 100 % HVO-Kraftstoffen werden die CO₂-Emissionen im Vergleich zu rein fossilem Dieselkraftstoff um mindestens 80 %* reduziert.

* Im Vergleich zum fossilen Referenzwert gemäß EURichtlinie RED II (2018/2001) (RED = Renewable Energy Directive) 

HVO vs. FAME

In der Praxis werden üblicherweise entweder HVO (Hydriertes Pflanzenöl) oder FAME (Fettsäuremethylester) als erneuerbare Einsatzstoffe verwendet, um einen Teil des Rohöls zu ersetzen.

Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden biogenen Komponenten liegt in ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrem Herstellungsverfahren.

Während FAME durch einen Umesterungsprozess hergestellt wird (der kostengünstig und einfach ist), wird HVO durch einen Hydrierungsprozess erzeugt. Aufgrund dieses Verfahrens neigt HVO nicht zur Wasseraufnahme, was die Lagerfähigkeit verbessert.

Sehen Sie hier die Vorteile von HVO und FAME im Vergleich

+

HVO ist chemisch nahezu identisch mit konventionellem Diesel und weist sehr ähnliche Eigenschaften auf. Wenn Fahrzeughersteller HVO für ihre Motoren freigegeben haben, kann HVO100 als vollständiger Ersatz für fossilen Diesel verwendet werden. 

Da HVO eine geringere Dichte als fossiler Diesel aufweist, erfüllt es nicht die Anforderungen der Dieselnorm EN590. Reines HVO (HVO100) entspricht jedoch der Norm EN15940, die von vielen Geräteherstellern anerkannt ist.

Vorteile von HVO

  • Hervorragende Lagereigenschaften: HVO bietet eine ausgezeichnete Lagerstabilität, da es kein Wasser aufnimmt und dadurch das Risiko einer mikrobiellen Kontamination verringert.
  • Exzellente Kältebeständigkeit: HVO zeichnet sich durch eine hervorragende Leistung bei kaltem Wetter aus und ist auch für sehr niedrige Temperaturen geeignet.
  • Hohe Cetanzahl: HVO verfügt über eine hohe Cetanzahl, die eine sauberere und effizientere Verbrennung ermöglicht.
+
FAME ist chemisch anders aufgebaut als herkömmlicher Dieselkraftstoff. Wird jedoch ein Anteil von maximal bis zu 7 % dem fossilen Kraftstoff beigemischt, liegen die Eigenschaften weiterhin innerhalb der Anforderungen der Dieselnorm EN590.
  • Gute Schmierfähigkeit: FAME weist ein gutes Schmierverhalten auf und schützt dadurch Motorbauteile.
  • Niedrigere Produktionskosten: Die Herstellung durch Umesterung ist einfacher und kostengünstiger als die Hydrierung.
  • Hohe Verfügbarkeit: FAME ist in der EU weit verbreitet und wird häufig in Standardmischungen (z. B. B7) eingesetzt.